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Absolventenverein

Verena Ojster & Thomas Huber

Thomas Huber

Hallo und Grüß Gott – mein Name ist Thomas Huber.

Von Oktober 1978 bis Mai 1981 war ich Schüler der dreijährigen Tourismusfachschule 3c in Zell am Ziller.

 

Am 14.10.2017 hatten wir nach 36 Jahren ein großes Klassentreffen. Es war eine Zusammenkunft der besonderen Art. Wir trafen uns im Tatort Schule, die ja damals schon unser Leben geprägt hat. Eigentlich war es wie ein Heimkommen. Wir ehemaligen Schüler – heute alles gestandene Menschen – waren uns nach wie vor sehr vertraut, obwohl so eine lange Zeit seit unserem Schulabgang dazwischen liegt. Immerhin 36 Jahre. Was ist danach passiert?

 

Nachdem ich im Mai 1981 die Abschlussprüfung in dem Schulfach „Englisch“ nicht schaffte, durfte ich diese im Herbst im Rahmen der Wiederholungsprüfungen nachmachen. Ich schaffte es immerhin auf ein „gut“ und konnte somit mein Absolventenzeugnis jedermann vorzeigen. Komischerweise brauchte ich es niemals in meinem Berufsleben. Muss mal nachsehen, wo ich es verstaut habe.

 

Meine Laufbahn nach der Schule war nicht so sehr aufregend aber doch spannend. Auf Empfehlung eines meiner besten Schulfreunde erlebte ich meine erste Saison in Seefeld in einem Viereinhalbsterne Hotel im Service. Ich war damals Kellner und diesen Beruf liebte ich. Es war mir eine Freude, das internationale Publikum zu bedienen – welches hauptsächlich aus Engländern und einige Franzosen bestand. Ich war sehr froh, dass ich die Sprachen in der Schule gut gelernt hatte.

 

Nach Beendigung dieser Saison rief mich meine Familie zurück. Mein Vater hatte ein neues Hotelprojekt und ich sollte an der Rezeption, im Büro sowie im Service arbeiten. Schnell merkte ich, dass dies keine einfache Aufgabe war. Trotzdem war es eine schöne Zeit. Vor allem machte mir der Nachtdienst an der Bar mit den vielen Gästen Spaß. Man führte spannende Gespräche mit netten Leuten, lachte, tanzte und trank sehr viel. Ich lernte sehr schnell wie man ein guter Gastwirt wurde. Nach 15 Jahren wurde es Zeit, dass ich etwas Neues machte.

 

Ich wurde Juniorchef in unserem Stammhaus unserer Familienbetriebe. Dies wurde 1997 großartig erweitert, umgebaut und zu einem tollen Vier-Stern-Hotel umgebaut. Mit viel Hindernissen, harter Arbeit und Fleiß habe ich die letzten 20 Jahre hier in Galtür gelernt, ein sehr renommiertes Hotel zu leiten und zu führen. Das Hotel gehört nach wie vor meinen Eltern. Ich bin der Geschäftsführer. Es macht mir auch heute in der etwas schwierigen Zeit nach wie vor Spaß, beim Gast zu sein.

 

Öfters denke ich an meine Ausbildung im Zillertal zurück. Mein damaliger Direktor sagte einmal zu mir: „Thomas, Einteilung und Vorbereitung „Mice en Place“ ist das halbe Leben. Und es hat sich sowas von bewahrheitet. In der heutigen Zeit mit den ganzen Vorschriften, Kontrollen, Mitarbeiterproblemen, Steuerbelastungen ist nichts mehr wie früher. Auch der Gast ist anderes geworden. Wir haben jetzt echt internationale Gäste aus aller Herren Länder. Nicht nur die Gäste, auch die vielen Mitarbeiter kommen aus den verschiedensten Länder, sodass es immer wieder zu Problemen kommt. Aber mit viel Einsatz, Verständnis, Willen und Durchsetzungsvermögen schafft man das.

 

Abschließend möchte ich sagen, dass ich die Zeit in der Tourismusfachschule in Zell am Ziller nicht missen möchte. Es war wirklich das Sprungbrett ins Leben, auch wenn ich nicht die große Karriere in der weiten Welt machen konnte. Eines jedoch bin ich mir sicher: die Arbeit im Tourismus und mit Menschen war und ist noch immer mein Leben.

 

Ein Absolvent der Tourismusfachschule Zell am Ziller.

 

 

Verena Ojster

Liebe Absolventen der Zillertaler Tourismusfachschulen!

Mein Name ist Verena Ojster, ehemalige Huber, die im Jahre 1981 die dreijährige Tourismusfachschule 3c in Zell am Ziller absolviert hat.

 

Gerne bin ich in diese Schule gegangen, habe auch einiges an Erfahrung mit auf meinen Lebensweg genommen, es waren manchmal harte Zeiten, aber auch mit ganz lieben und netten Mitschülern, die wir letztes Jahr im Oktober nach vielen, vielen – ich glaube 36 – Jahren wiedersehen konnten.

Ich konnte mit großer Hilfe von unserem ehemaligen Lehrer und nachfolgenden Herrn Direktor Alfred Müller inzwischen im Ruhestand und von Frau Marina Gehwolf vom Absolventenclub ein sehr gelungenes Klassentreffen organisieren, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Es war wie in alten Zeiten, es ist uns allen vorgekommen, als wenn es noch nicht so lange wäre.

 

Also nach der Schule blieb ich zuerst mal zu Hause im elterlichen Betrieb, wo sehr viel Arbeit anstand. Ich war mehrere Jahre auf der Schihütte im Servicebereich und im Barbereich tätig, wo ich auch schon mit 20 Jahren meinen Mann kennengelernt habe. Durch ihn konnte ich dann auch ein paar Saisonen in Kärnten am Klopeiner See und am Turner See verbringen.

 

Im Jahre 1985 habe ich dann geheiratet und unser 1. Sohn wurde 1987 geboren. Im Jahre 1988 haben meine Eltern für mich und meinen Mann einen Betrieb in Mathon damals Gasthof Glöckner zu den Huber Hotels dazugekauft. Ich war dann für alles verantwortlich – das Büro, den Einkauf, den Service, den Etagenbereich und auch ab und zu in der Küche. Es war eine sehr schwere Zeit, da ich auch noch 3 weitere Kinder bekam, die inzwischen schon alle groß sind und schon selber Kinder haben. Somit bin ich inzwischen 6-fache Oma.

Meine Kinder sind alle im Gastgewerbe aufgewachsen und haben Hotelfachschulen oder eine Lehre absolviert – zwei meiner Söhne sind auch ins Gewerbe eingestiegen.

 

Im Jahre 2003 haben wir dann aus unserem alten Glöckner die Vier-Stern-Residenz Glöckner gemacht und im Jahre 2017 aus unserem alten Gasthof ein Vier-Stern-Hotel, in dem ich inzwischen als Geschäftsführerin gemeinsam mit meinem Sohn und meiner Schwiegertochter das Unternehmen führe.

 

Im Tourismus bin ich sehr gerne. Man lernt so viele verschiedene Menschen aus den unterschiedlichsten Nationalitäten kennen. Somit wird Englisch inzwischen sehr viel gebraucht. Aber auch vom Rechnerischen ist mir noch viel hängen geblieben.

 

Natürlich haben sich die Zeiten sehr geändert. Am Anfang habe ich auf der Maschine schreiben gelernt, inzwischen wird alles nur mehr auf unserem Computer erledigt. Ohne diesem wäre es auch nicht mehr machbar. Aber es macht mir sehr viel Spaß. Ich könnte mir keinen anderen Beruf mehr vorstellen.

 

Was ich mir wünsche ist, dass sich einfach mehr jüngere Leute für das Gewerbe interessieren und uns unterstützen könnten.

 

Eine Absolventin der Tourismusfachschule Zell am Ziller.

 

 

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